Homöopathie bei Grippe - Hilfen zur Selbsthilfe
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August 2013

Homöopathie bei Grippe - Hilfen zur Selbsthilfe

Homöopathie ist die Krankheits-Behandlung mit besonderen Arzneimittel-Signalen. Anders als sonst in der Medizin sind homöopathische Mittel nicht gegen Beschwerden oder Störungen gerichtet. Sondern teilen dem Organismus mit, in welche Richtung er seine Selbstheilungskräfte lenken soll. Beispiel Fieber: Standard-Fieberzäpfchen, z. B. aus Paracetamol, blockieren die Fähigkeit des Körpers, heilendes Fieber zu erzeugen. Homöopathische Mittel, z. B. speziell zubereitete Rinde des Roten Chinarinden-Baumes, vermitteln hingegen den Impuls: „Körpertemperatur nach Vernichtung der Erkältungs-Viren kontrolliert sinken lassen!“ Hinweis: Viele homöopathische Mittel müssen individuell passend gewählt werden, damit sie richtig wirken. Chinarinde, kurz auch „China“ genannt, wirkt besonders gut, wenn ein Patient stark schwankendes Fieber hat, besonders überempfindlich z. B. gegen Berührung ist oder Blähungen hat.

Einige solcher typischen „Besonderheiten“ der folgenden zwölf homöopathischen Arzneimittel können auch medizinischen Laien bei fieberhaften grippeartigen Infektionskrankheiten die Auswahl eines oder mehrerer geeigneter Mittel erleichtern. Alle Heilmittel wurden von dem erfahrenen homöopathischen Kinderarzt Dr. Michael M. Hadulla, Heidelberg, speziell für gesundheitliche Probleme vorgeschlagen, die im Zusammenhang mit grippalen Infekten, grippeartigen Infektionskrankheiten oder vergleichbaren Virusinfektionen auftreten. Hinweis: Selbstbehandlung darf in keinem Fall die notwendige, standardgerechte medizinische Versorgung ersetzen. Homöopathische Selbstbehandlung ist als Ergänzung dieser Versorgung gedacht.

Typische Beschwerden bei den wenigen Menschen, die nachweislich an Vogelgrippe erkrankt waren: Hohes Fieber, Husten und Atemnot, außerdem Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Schmerzen des Lungenfells sowie Nasen- und Zahnfleischbluten. Zudem zeigen sich bei Bluttests Veränderungen der Blutkörperchen und fast alle Patienten haben eine, oft gefährliche Lungenentzündung. Bei einigen Erkrankten fanden sich überhaupt keine oder völlig andere Beschwerden.

Homöopathischer Name Deutscher Name Leitsymptome
Aconitum napellus D200 Blauer Eisenhut, Sturmhut Trockenes Fieber mit Unruhe und Herzklopfen, Schüttelfrost, rascher Fieberanstieg, harter Puls, kein Schweiß, alles schlimmer abends und nachts um 24 Uhr, bei Wärme und Berührung. Durst auf kaltes Wasser; bitterer Geschmack im Mund; Ruhelosigkeit; große Angst; Panikzustände.
Arsenicum album D12 weißes Arsenik Trockene Schleimhäute, juckende Haut, Brennschmerzen, allgemeine Schwäche, großer Durst, Appetitlosigkeit, Abmagerung, schwächende, äußerst übelriechende Durchfälle, z.T. mit Erbrechen, deutliche Verschlimmerung nachts, durch Kälte und Ruhe, besser durch Wärme und Bewegung, Unruhe. Große Angst mit Ruhelosigkeit; Todesfurcht.
Baptisia D200 Wilder Indigo Gefühl von Zerschlagenheit am ganzen Körper; sehr starke Benommenheit; Wahnvorstellungen.
Belladonna D200 Tollkirsche Plötzliche und heftige Beschwerden, die schnell abklingen, Haut und Schleimhäute sind stark gerötet und trocken, Schluckbeschwerden, große Licht-, Geschmack-, Berührungs-, Schmerz- und Geräuschempfindlichkeit, Herzklopfen, oft hohes Fieber, Schüttelfrost, hämmernde Kopfschmerzen. Große Unruhe mit Angst und Furcht; Wahnvorstellungen; Wutanfälle.
Bryonia D200 Zaunrübe Akut entzündliche Prozesse mit langsam steigendem Fieber, trockenen Schleimhäuten, sehr großem Durst. Trockener, schmerzhafter Husten mit stechenden Thoraxschmerzen, stechende Gelenkschmerzen, Gelenke heiß, gerötet, berührungsempfindlich, gereizt, Verschlechterung durch Wärme und Bewegung.
Cuprum metallicum D12 Kupfer Generelle Krampfneigung, Kollaps mit Zyanose der Haut und Kälte des ganzen Körpers, krampfartiger trockener Husten mit Heiserkeit und Atemnot, schneidende Schmerzen im Gastrointestinaltrakt. Schlimmer durch Berührung, Schreck, Erbrechen, Hitze, vor der Regel; besser durch Trinken von kaltem Wasser.
Eupatorium perfoliatum D200 Wasserhanf Ausgeprägtes Zerschlagenheitsgefühl, Gliederschmerzen und Schmerzhaftigkeit im ganzen Körper, großes Durstgefühl, aber Trinken reizt zum Erbrechen, tagsüber heiß ohne Schweiß, nachts frostig oft infolge feuchtkalter Witterung.
Ipecacuanha D200 Brechwurzel Ständige Übelkeit mit Erbrechen und Elendigkeitsgefühl im Magen, Erbrechen erleichtert nicht (selbst bei leerem Magen), Zunge ist nicht belegt, sekretreicher Husten mit Schleimrasseln, Erstickungsanfälle, starker Speichelfluss, Verlangen nach Frischluft, häufiges Begleitsymptom ist Nasenbluten.
Phosphorus D12 Phosphor Große, nervöse Erregbarkeit; überempfindlich gegen alle Sinneseindrücke; rasche Ermüdbarkeit und Schwäche; mangelnde Konzentrationsfähigkeit; Kopfschmerzen; Schwindel; Blutungsneigung aus Nase, Mund, Lunge und Darm, Heißhunger; Verlangen nach kalten Getränken, die aber erbrochen werden; Schmerzen zwischen den Schulterblättern.
Rhus toxicodendron D200 Giftsumach Reißen, Ziehen und Steifheit in allen Gliedern. Trockener, quälender Husten, vor allem nachts. Folgen von Erkältung, Durchnässung, Überanstrengung, Kälte- und Wetterempfindlichkeit, allmähliche Besserung durch Bewegung, rezidivierende Hautausschläge mit Blasen, Brennen, Jucken.
Tartarus emeticus D12 Brechweinstein Große Erschöpfung, Herz-Kreislaufschwäche, erstickende Kurzatmigkeit, zähes Sputum, Schleimrasseln, erschwertes Abhusten, Übelkeit und Erbrechen bis zur Erschöpfung; kalter, klebriger Schweiß. Schlimmer durch Bewegung, Wärme, im Liegen, morgens; besser durch Abhusten, Aufsitzen im Bett.
Veratrum album D200 Germer, weiße Nieswurz Kreislaufschwäche mit kaltem Schweiß, Frieren, Zittern, bläulich-rötliche Haut, reiswasserartige, starke Durchfälle, große Übelkeit, Erbrechen, Muskelkrämpfe, Zuckungen, rapide fortschreitende Erschöpfung, Leere- und Elendsgefühl im Magen, Durst auf viel kaltes Wasser. Rascher Kräfteverfall; äußerliches und innerliches Kältegefühl. Kalter Schweiß auf der Stirn. Schlimmer durch kalte Getränke; besser durch Wärme.

Anwendung: Bei ersten Krankheitszeichen von den 1-2 am besten passenden Mittel aus der Vorschlagsliste jeweils 3 Kügelchen im Mund zergehen lassen. Nach einer Stunde eine weitere Dosis einnehmen. Über den weiteren Krankheitsverlauf im Abstand von 6-10 Stunden jeweils Einnahme der gewählten Mittel. Hinweis: Die Angaben zu der Verdünnung (D12, D200) der Mittel beziehen sich ausschließlich auf eine akute Erkrankung.

Unsere homöopathische Apotheke

Lesetipp
Michael Hadulla und Olaf Richter: Unsere homöopathische Apotheke. € 29,50.
Zu bestellen bei: Staufen-Medizinprodukte.
Bahnhofstraße 33
73033 Göppingen.

Autor, Quellen
  1. Stahl E, Hadulla MM, Richter O: Homöopathische Behandlung der Vogelgrippe. Zeitschrift für Klassische Homöopathie. 2006; 1(50):15-22.

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