Schweinegrippe, Vogelgrippe, Influenza-Pandemie und die Optionen der Homöopathie
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August 2013

Schweinegrippe, Vogelgrippe, Influenza-Pandemie und die Optionen der Homöopathie
Homöopathische Behandlung der Influenza
Eine Betrachtung zu einer potentiellen Influenza-Pandemie

Kommentar Heilpflanzen-Welt.de, Zusatzinformation

Die weltweit steigenden Ausgaben zur Bekämpfung der Vogelgrippe, ihrer wissenschaftlichen Erforschung oder der medikamentösen Influenza-Prophylaxe/-Therapie spülen derzeit zusätzliche Milliarden von Euro und Dollars in die Kassen von Forschungseinrichtungen, von Diagnostika- und Arzneimittel-Herstellern oder Angst und Schrecken verbreitenden Medien und Werbeagenturen. Dies erfreut deren Aktionäre. Homöopathen sollten hiervon nicht erfreut sein. Und zwar nicht nur, weil dringend in anderen Bereichen der Basis-Gesundheitsversorgung benötigte Gelder zunehmend fehlen. Sondern, weil mit diesen Geldern das ideologische Argumentationsnetz der naturwissenschaftlich orientierten Medizin immer dichter wird, was medizinischen Alternativen weltweit immer weniger Raum lässt. Dies im Auge behaltend - und zudem die immer kürzer werdende Verfallszeit naturwissenschaftlich orientierten Fachwissens berücksichtigend -, würde es Homöopathen gut anstehen, derzeit und in Zukunft auf jede „Identifikation mit dem Angreifer“ zu verzichten.

Wie schnell sich aktuelle Konzepte der Schulmedizin übrigens selbst ad absurdum führen, zeigt die folgende, kurze Zusammenstellung einer Cochrane-Analyse zur Effizienz antiviraler Mittel (ganz abgesehen von deren erheblichen Nebenwirkungen sowie den rasant zunehmenden Resistenzen gegen diese Wirkstoffgruppe).

Potential antiviraler Mittel möglicherweise überschätzt

Eine systematische Übersicht zum Nutzen antiviraler Mittel in der Vorbeugung und Behandlung der Virusgrippe bei gesunden Erwachsenen hat kürzlich für Aufregung gesorgt: Die Autoren, Mitglieder einer Cochrane-Arbeitsgruppe, kommen zu dem Schluss, dass die Neuraminidasehemmer Oseltamivir (Tamiflu®) und Zanamivir (Relenza®) wegen ihres geringen Nutzens zur Kontrolle der herkömmlichen saisonalen Influenza überhaupt nicht und bei einer ernsten Epidemie oder Pandemie nur zusammen mit weiteren Schutzmaßnahmen wie dem Tragen von Handschuhen oder Gesichtsmasken verwendet werden sollten. Von den älteren, ausschließlich gegen Influenza A wirksamen Virustatika Amantadin (Amantadin-CT u. a.) und Rimantadin (hierzulande nicht im Handel) wird ganz abgeraten. In die Metaanalyse gehen insgesamt 53 randomisierte Studien ein, 19 mit Neuraminidasehemmern und 34 mit Amantadin oder Rimantadin. Abgesehen von Rimantadin, für das vergleichsweise wenig Daten vorliegen, die für zuverlässige Aussagen nicht ausreichen, lassen sich zwischen den übrigen Substanzen keine großen Unterschiede feststellen: Als Prophylaktika verhindern sie rund 60% der Influenza-A-Erkrankungen. Asymptomatische Infektionen werden dagegen nicht beeinflusst. Einzig für Amantadin ist ein gewisser Schutz auch vor grippeähnlichen Erkrankungen insgesamt belegt (Schutzrate 25%, 95% Konfidenzintervall 13-36). Therapeutisch bei Virusgrippe angewendet verkürzen Amantadin und Rimantadin die Fieberdauer um einen Tag. Dies entspricht in etwa dem Effekt, der von Neuraminidasehemmern bekannt ist.

Quellen


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